Warum neue Produktionskonzepte notwendig sind

Digitalisierungslösungen werden erst in wenigen Textilbetrieben vollstufig eingesetzt. Da beim Nähen von Textilien die Handhabung flexibler Materialien erforderlich ist, gibt es bis heute nur wenige, sehr spezialisierte Automatisierungslösungen.

Die hohe Spezialisierung der Maschinen in der hochwertigen Konfektion sorgt für eine geringe Auslastung (< 30 %) der Produktionsmaschinen. Auf Grund der starren Produktionsplanungssysteme werden weder die Auslastung der Maschine noch die der Mitarbeiter optimal eingebracht. Individuelle Fähigkeiten und physische Belastungen der Mitarbeiter bleiben oftmals unberücksichtigt und verringern die Attraktivität und Produktivität der Berufe in der produzierenden, meist mittelständisch geprägten Industrie massiv.

Um die individuellen Anforderungen zu erfüllen und dem Kostendruck zu entgehen, müssen neue, digital unterstützte Produktionssysteme entwickelt werden.

Microfactory Engineering für die Produktion der Zukunft

Im Modul M3 MicroFactories sollen flexible und digitalisierte Produktionskonzepte für eine ressourcenschonende Fertigung erforscht werden. Dazu bedarf es neuer digitalisierter Konzepte, die die wirtschaftliche Produktion kleiner und kleinster Losgrößen (1-100) in unmittelbarer Nähe zu den Absatzorten zulassen.

In diesem Modul werden daher Maßnahmen zum Aufbau und Betrieb eines funktionsfähigen Reallabores umgesetzt, in dem gemeinsam mit Forschungs- und Industriepartnern Produktionstechnologien und -konzepte für die integrierte und digitalisierte Textilproduktion der Zukunft erforscht werden. Aufbauend auf diesen Arbeiten werden zukünftig skalierbare Fertigungskonzepte in den Produktionsprozessen von Partnern der T7 ermöglicht, mit denen auf die Schnelllebigkeit der Textilindustrie reagiert werden kann.

Der Fokus des Reallabors liegt auf den Branchen Bekleidung, Medizin- / Sport- und Mobilitätstextilien.